Mittwoch, 18. Oktober 2017

Schwarzwald

Im Süden Deutschlands ist schon romantisch. Wer noch nicht da war, hat einiges verpasst.








Sonntag, 3. September 2017

Die Türkei - 6 Monate Sonne,Strand und Meer

Am 27. April war es soweit. Wollte eigentlich nach Hause nach Bulgarien fliegen, aber die Flüge nach die Türkei mit noch All inclusive Urlaub dazu im Paket waren günstiger. Nach so viele Monate im Norden (Berlin und Oslo) fand ich die Idee mich  bei den Nachbarn (Die Türkei ist Nachbarland von Bulgarien, meiner Heimat) verwöhnen zu lassen überhaupt nicht so schlecht. So habe ich schnell im Internet eine Woche All In in Konakli gebucht. Ein kleiner Rucksack und mein Geldbeutel war mein ganzes Gepäck. Schnell gebackt, die Wohnung in Berlin verlassen, ab in die Ubahn, an der Arbeitsstelle vorbei und direkt zum Flughafen. Am Flughafen Schönefeld fragte ich die Boarding Agentin, ob da, wo ich hinfliege schön ist. Die war eine Deutschtürkin und meinte sofort zu mir... ".. und wie schön Herr Aleksandrov. Sie werden bestimmt nicht mehr zurückkommen wollen. Aber vergessen Sie nicht Sie dürfen nur 3 Monate bleiben, sonst muessen Sie Visa vor Ort beantragen" Diese Worte waren eine Vorhersage für das, was mir dann in den nächsten 6 Monaten passieren wird.

ANTALIA/KONAKLI
Der Flug verlief entspannt wie die meisten Flüge, wo die Leute in Urlaub hinfliegen. Wir flogen durch Europa und nach 3 Stunden landeten wir in die Türkei. Sonne, Palmen und schöne Landschaft erwarteten mich am Flughafen Antalyas. Ich war wie auf Drogen. Nur ein paar Stunden früher war ich in der Ubahn Berlins, im Regen und Kälte. Und jetzt nicht mal Zeit um einen Kaffee zu trinken gehabt und ich war sogar auf einem anderen Kontinenten. Ein kleiner Bus war mein Transfer zum Hotel. Vom Fahrer erfuhr ich, dass mein Hotel das letzte ist und in etwa 2 bis 3 Stunden zu erreichen wäre. Mein Gott, fast genauso hab ich gebraucht um die über 3000km zu überfliegen. Mein Neugier stieg mit jeder Minute. Das Gefühl diesmal eine reise zu erleben, die vom Anfang an bis zum Ende vorprogrammiert sein sollte war komisch, aber entspannte mich. Diesmal keine Hostels, kein Mitschleppen vom Rucksack, keine öffentliche Busverbindungen.
Mein erster All In Urlaub hat begonnen. Der Pauschaltouri war unterwegs!!!


Das Hotel war direkt am Meer. Näher ginge es nicht. Das Essen war üppig und prachtvoll. Man wurde direkt in der Umgebung eingekauft und schmeckte der Hammer. Nichts zu vergleichen mit meinem WG Essen in Berlin.



Aussicht aus der Hotelterasse.


ISTANBUL - Die riesige Metropole
Mir hat ein Monat Türkei nicht gereicht. Ich wollte mehr sehen. Urlaub wurde in eine Landreise umgewandelt. Die tollen Leute, gutes Klima und besonders die günstigen Preisen in diesem Monat haben mich dazu gebracht, dass ich weiter gefahren bin.... und natürlich... die Liebe.... darüber schreibe ich aber hier nicht. :)
Am 01.06 nach 13 stündiger Reise mit dem Bus erreichte ich die Millionen Metropole. Das Hotel war wieder online im Voraus gebucht und nach der Wegbeschreibung in den Reisenunterlagen ziemlich schnell gefunden. Sultanqualität und Luxus gegen 30 Euro am Tag im alten Haus in Denkmalschutz. Ohne Verpflegung. Braucht man eigentlich nicht. In Istanbul kriegt man alles, was man braucht. Die Stadt ist riesig, ich habe mich aber für die europäische Seite entschieden. Romantisch, Nostalgie pur. Über Istanbul kann man ein Buch schreiben. Was die Stadt an Nachtleben anbietet, an Geschichte und Sehenswürdigkeiten, Politik, Kultur und Religion. Ich hatte das Glück und verbrachte da drei Wochen. Über Istanbul würde ich gerne bald separat berichten. Da reicht mir der Platz hier nicht.

 Abends kann man die Bosphorus Tours genießen. Start Eminonü. Rundreise. besonders interessant wenn es windig ist.
 Auf der Fähre abends! Zwischen Asien und Europa für nur 3TL/1 Euro/!
Chillen auf der Treppe!

Eminonü und die Angler abends. In der Nähe wird das Balik Ekmek /Fischbrot verkauft/ Einfach ein MUSS! Die Brücke über das Goldene Horn!













Beim Berber/Rasieren/! Mit Feuer werden dann die Haare entfernt








MARMARIS
Nach der tollen Wochen in Istanbul wollte ich das Mittelmeer wieder entdecken. Mein Job in Berlin konnte warten. Der Chef auch. Das Hotel in Marmaris war schnell gebucht und ich hab mein Gepäck gepackt und habe mich auf die Reise gemacht. Diesmal wollte ich nicht fliegen, sondern klassischerweise mit dem Bus durch die turkei tingeln. 13 Stunden hat der Spass gedauert, gelohnt hat sich aber trozdem. Irgendwann mitten in der Nacht bin ich aufgewacht, weil der Bus nicht mehr fuhr. Ich war alleine drin und alles war dunkel. Panisch bin ich rausgerannt und festzustellen, dass wir auf einer Fähre waren. Mitten im Meer. Alle um mich herum haben entspannt Tee getrunken. mir blieb nichts übrig um mich anzuschließen. :)

Marmaris ist eine kleine malerische Stadt am Akdeniz(Mittelmeer). Um die Zeit, Anfang Juni und aus politischen Gründen, war auch ziemlich leer. Die meisten russische Touristen dürften dieses Jahr nicht nach Türkei. Mein Hotel war klein und sauber mit üppigen Blumen um sich herum. Kein All In. Nur ein kleines Frühstücksbuffet morgens. Wenn man klein in Türkei über Essen sagt, verstehen Sie - Eier, Käse, Gemüse, Wurst, Tee, Saft, Pfannkuchen, Konfitüre und alle mögliche Früchte. Verhungern tut man in diesem Land Gott sei dank nicht. Die Strände waren noch leer, und ich konnte mir immer eine Liege aussuchen und um mich herum noch 20 leere zu haben, sodass ich richtig nur das Meer genießen konnte.

Klein und schön am Mittelmeer
 Die angebotenen Bootsausflüge sind sehr empfehlenswert. Man kriegt für nicht viel Geld einen schönen Tag voller Badespass und toller Aussichten. Das Mittagsessen ist oft im Preis inklusive. Man wird vom Hotel abgeholt und verbringt den ganzen Tag am Boot. Die angebotenen Touren unterscheiden sich voneinander und es ist immer gut sich zu informieren, welche Route bereist wird. Meine Empfehlung ist auf jeden Fall alle abzuchecken. Wenn es von der Zeit knapp wird, dann muss man auf jeden Fall die Dalyan Tour mit Orca Boat machen. Es gibt in der Gegend nichts Besseres als diese Tour, die Badespass mit Geschichte und Schleimbad beinhaltet.
 Die Tauchboatsausflüge fand ich auch sehr interessant. War mein erstes und ich kann sagen nicht letztes Mal wo ich so was ausprobieren möchte. Die kann man auch als Einsteiger machen. Man braucht keinen Taucherschein. sind nicht mit Ägypten oder Thailand zu vergleichen, aber auf jeden Fall spannender als die Sonnenliege am Strand.



KOKOREC.
Mein Lieblingsessen- Lammdamm am Spiess mit Brot und Gewürze. Ein kulinarischer Muss. Kriegt man oft in den Strassen angeboten oder beim reisen an der Raststätten und Strassenrandrestaurants.





RENT A CAR - Antalya, Kemer, Kas, Fethye, Koycegiz
Die Küste in der Türkei zu befahren ist richtig geil und easy. Die Strassen sind neu und die Panorama Aussichten atemberaubend. Die Autos kriegt man gegen  ca. 35 Euro pro Tag in jedem Rent a Car Büro. Wenn man längere Strecken zu befahren möchte sollte man sich ein größeres Auto gönnen. Kostet mehr, man hat aber mehr Spass beim Fahren und man spart an der Tankstelle. Ich empfehle die Straße zwischen Antalya und Marmaris an der Küste entlang und nicht die Autobahn über die Berge. Falls man in der Nacht fährt, dann lieber die Autobahn und  ! unbedingt kurz stoppen und den Sternehimmel genießen. EINMALIG!


KOYCEGIZ

Dieser See ist riesig. Am unteren Ende grenzt er ans Mittelmeer, sonst besteht er vor allem aus Süßwasser. Morgens kann man in diesen malerischen Café frühstücken und dabei die Fische beobachten. Werfen Sie einfach Stück Brot ins Wasser und genießen Sie die Tanz der hungrigen kleinen Fische.

 Traditionelles türkisches Frühstück.


Oder direkt vom Baum














BOZBURUN
Kleines Dorf an der Mittelmeerküste. Leider die haben für die kommenden Jahren geplant mehr als 1500 Liegen auf dem kleinen Strand zu platzieren.
Da hatte ich das Glück gehabt einen Monat vor meiner Abreise zu verbringen. Schön, malerisch... Das Hotel war klein und nicht besonders sauber, aber die Leute sehr gastfreundlich. Bis es auf das Zahlen ging. Da haben die mehr verlangt als das was wir ausgemacht haben. Kommt in der Türkei aber oft vor. Ein bisschen Drama muss sein.
Bozburun ist ein Ort wo die traditionelle türkische Kultur sich ein Treffen  mit den Milionären Europas gibt. Ein sehr großer Hafen unterbringt viele Yachtsmänner von ganz Europa und USA!

Menschenleer und super schön. Der Hafen ist im Hintergrund zu sehen.

Mein Freund - der Kapitän in Rente. Mit ihm waren wir oft schwimmen. Das Boot war klein, aber seine Geschichten über das große Meer und alle Kontinente, die er besucht hat, einfach fabelhaft. Prost, Kapitän!

Montag, 29. Februar 2016

Leipzig v. 2.01

Leipzig sollte das neue Berlin sein, hieß es. Ja, nach einem Jahr in der Metropole kam ich endlich zu Besuch nach Leipzig. Einfach hingetraempt mit einem Kumpel und einer Freundin. Erste Nacht alles chillig und entspannt, dunkel, nicht viel zu sehen. Der Freund vom Freund hat uns zu seinem Haus begrusst und alles ging chillig. Linsensuppe, Tee,  Musik, genau das haben wir nach unserer 5 stuendigen Fahrt in dieser Winternacht. Ich landete zuerst im Westen in einem Hausprojekt, wo wir Karten gespielt haben, dann fahrte ich nach Plagwitz, wo die Rest der Gruppe war. Geplant war kurzer Aufenthalt in der Stadt und dann zurück zu der Hauptstadt.
 Wie es aber mir oft passiert, der Plan wurde geändert. So bin ich hier jetzt fast einen Monat, und nicht nur die zwei geplanten Nächte. Diese Stadt hat etwas von der Hipster- Oeko - Bio Szene in Berlin, aber ist nicht mit Touristen, Gastarbeiter, Politiker-besuche ueberfuellt und überschattet. Man füllt sich Zuhause überall wo man hingeht, sogar bei ALDI. Ja, du gehst da vorbei und du wirst begruesst, wenn du hereinspazierst, als ob du bei dem Tante Ema Laden vorbeigekommen bist. Die Fabrikruinen in Plagwitz, bemalt mit allen möglichen Graffiti, der Umsonst-laden, die Pizza booten in der Nacht, die an dir vorbei flitzen und dieser Geruch nach Brennholz. Alles ist einfach schön und chillig in dieser Stadt. Die Umgebung bietet Sandstrände, Flüsse, Seen und vieles an Wildtieren an, den man bei dem Nachtspaziergang an dir  vorbeirennen. Und wenn man morgens bei dem Bäcker sich seinen Kuchen holen möchte, muss man etwas Kleingeld mit sich dabei haben. Hier sind die Preise nicht abgerundet. So kostete mein Cappuccino 2.01 Euro und Stück Kuchen einfach 1,53. Und ja, in Leipzig, Leute, kann man die Sterne sehen. Nachts, von der Terrasse oder wenn man am Couch um die Ecke sich entspannt, sieht man diese kleine leuchtende Objektchen, die Berlin leider nicht mehr kennt. Leipzig hat einfach echte "Stars".
Ich weiß nicht, ob Leipzig der Neu Berlin ist, aber ist für mich einfach eine sehr nette Stadt, die mich bis jetzt nur bezaubern könnte. Altstadt, schöne Umgebung, nette Leute, leckeres Essen und diese abgefahrene bemalte Fabrikruinen... was braucht man noch. Außer mal hierherzutraempen, seinen Job zu kuendigen und nicht mehr wegzufahren!!! Gute Reise!

Donnerstag, 1. Oktober 2015

Kopenhagen

Schöne Stadt, nette Leute, geile kleine Strassen. Hier habe ich eine gute Freundin von mir besucht, die mir die Stadt gezeigt hat. Ungefähr zehn Tage verbrachte ich an diesem Ort. Ich brauchte auch etwa Auszeit deswegen göhnte ich mir paar Ruhetage in häuslicher Atmosphäre und reiste nicht oft in die Stadt, sondern erkundigte ich mehr die Nachbarschaft. Das, was bei meinen Tagesausflügen mir besonders aufgefallen hat, war wie viel die Dänen im Freien joggen. Das ist vielleicht einfach nach Fahrradfahren, die zweitverbreitete Sportaktivität. Frauen und Männer, samt ihren Kindern in Kinderwägen, Rollkorben (k.A. wie dieses Ding heißt, wo einfach Kinder in einen Korb mit Rädern gebracht werden und dann geschoben werden) laufen, und laufen und laufen, es regntet, die Sonne scheint selten und die laufen..... und lachen. Die Dänen lachen gern und viel jeden an! Wenn man Richtung Norden fährt ist die Kopenhagen auf jedem Fall einen Abstich wert. Ausgehen und Ubahn fahren ist leider teuer, mein Flug von Berlin dahin war fast genauso teuer wie mein Ticket vom Flughafen zur Innenstadt. :) Da ich aber nur 3 Euro in Münzen hatte, was überhaupt nicht reichte, musste ich am Fahrausweisautomat warten bis ein netter Typ mir sein Ticket in die Hand drückte. Übrigens, die Dänen haben immer noch kein Euro. Mit Karte kann mann alles zahlen sogar die Ubahn ticket, kostet ja 7Euronen zum Flughafen. Schwarz fahren, kann dazu führen, dass ihr mit der dänischen Kontrolle zu tun hätten, in meinem Fall hieß es, ein Schwarzer, 2.00 groß, fast genauso breit, der mich kontrollierte. Zu sehen gibt es im Vergleich mit anderen Städten im Norden eher weniger. Gemütlich und nett ist diese Nordstadt aber auf jedem Fall. Über Kristania muss ich nicht viel schreiben, da bietet Internet auch genug Info. Abgekiffte, vermummelte, leicht aggressive Typen, die rund um ein Feuer stehen, und die Touris böse anschauen - das war meine Erfahrung. Natürlich ein Cafe, wo man isch erwärmen kann, gibt es da auch, die Häuser ums Wasser kann man auch besichtigen. Man erreicht die Stadt per günstigen Flug fast von ganz Europa, Büsse fahren mittlerweile auch zum netten Preis dahin. :)

Sonntag, 6. September 2015

Frankfurt am Main - von Drogen bis DAX, alles unter einem Dach.

Jeder in Europa kennt Frankfurt. Finanzmärkte, DAX, Börse, Flughafen. Ehrlich gesagt ist mir die Stadt zu unpersönlich, so etwa wie Brüssel. Die Bevölkerungzahl wächst tagsüber bis zu 2 Mio., wobei eigentlich nur 600 Tausend angemeldet sind. Entsprechend sind auch die Hotelpreise. Wenn ihr nicht für ihren ganzen Aufenthalt gebucht habt, dann kann sein, dass ab morgen euer Bett im Schlafsaal einfach 40Euro kostet und ein Einbettzimmer um 160 Euro. Wenn eine Messe kommt, dann ist es in der Stadt nicht mehr zu reisen. Die Architektur, tja einiges ist schon interessant in der Altstadt zu sehen. Mir gefällt besonders der Flohmarkt am Flussufer, wo man ganz coole Sachen finden kann. Ist doch die Finanzhauptstadt Europas - auch hier wird heftig gehandelt. Rotlichtmileu ist entsprechend stark entwickelt, leider auch sehr viele Drogensüchtige liegen nachts einfach auf der Straße rum. Von Junkies, Touristen bis Bankers und Politiker, alles das macht einfach eine Mischung, wo man nicht mehr weiß, wo man ist. Wolkenkratzer und nette alte deutsche Häuser liegen nicht weit voneinder entfernt, das alles war mir aber zu viel. Tipps: Als Reiseziel zu empfehlen, mehr als 3-4Tage eigentlich würde ich der Stadt nicht widmen. Reisen: Gut erreichbar aus der ganzen Welt mit Flug, ich fahre aber lieber wie früher mit dem Flixbus. Von hier aus erreicht man mit dem Bus halt ganz Deutschland für nur ein paar Euros.

Tipps: Alles vorher buchen, sonst kann es sein, dass ihr, wie ich, paar Nächte wirklich draußen durchmachen solltet.
Sehenswürdigkeiten: Die Altstadt, europäische Zentralbank, hmmm eigentlich nicht viel.... :)

Berlin - man liebt es oder man hasst es. Party, Techno, Krieg.

Bei einem Besuch in einem Berliner Club habe ich lange mit einem schon lange hier wohnhaftem Mädel über Berlin geredet - sie meinte, dass man entweder Berlin liebt oder hasst es. Nach fast einem Jahr in dieser Stadt kann ich keine bessere Beschreibung finden. Berlin ist eine eigenartige Stadt. Hier wird Weltpolitik geschmieden, hier herrscht Armut und Integrationprobleme, Gentrifizierung und Flüchtlingswelle, hier wird gekifft, gevögelt und gefeiert wie nirgendwo sonst in Europa. Berlinerboden hat aber auch leider mehr als nur das gesehen. Das oben Beschriebe passiert im Raum zwischen dem Branderburgertor, dem Reichstag, der Mauer, dem Judendenkmal. Keiner weiss genau wie viele Knochen unbekannter und vermisster Menschen immer noch in jedem Hügel im sonst platten Berlin liegen. Da wo heutzutage die Party abgeht, gingen vor knapp 70 Jahren die letzten Bomben ab, da wo der "Zug der Liebe" heute zieht, marschierten SS und später sowjetische Soldaten. Keine andere Stadt der Welt hat so viel erleben müssen wie Berlin, keine andere Stadt war so lange künstlich gespalten wie Berlin - nach kapitalistischem Westen und kommunistischem Osten - ein kleines Bild von Europa vor der Wende. Ein Ort, wo für Freiheit und Demokratie mit Militär und Politik lange Zeit gekämpft wurde. Die hat man vor nur 25 Jahren endlich erreicht und man will diese einfach nie wieder verlieren, nur genießen - jede Sekunde, jede Minute, Tag und Nacht.
 Berlin - die Stadt, wo alles erlaubt ist. Wo die Anonymität deine Persönlichkeit in die Masse verschwinden lässt und deinen Körper zu seinen Grenzen bringt. Vom Berlin kriegt man nie genug, die Stadt ändert sich schneller als man es wahrnehmen kann. Die Hippster Kiezs wie Prenzlauer Berg, die Immigranten Kiezs Neukölln, Wedding, die Museumsinsel, die Tourispots. Für jeden ist hier etwas, egal ob jung, alt, schwarz, gelb, behindert, reich oder arm. Von den kleinen typischen Eckkneipen bis die Technotempels wie Berghain, Museen, kleine Galerien, Streetart, Konzerte - tausende heiße Spots für jeden Geschmack.
 Jeder hier ist bleibt aber ein Mensch - egal ob man Einheimischer, Gast, Tourist oder Besucher. Deutsche, Türke, Immigrant, Ausländer, Tourist ist - danach wird hier nicht unterschieden. In meinem Haus wohnen Gastarbeiter aus Serbien, Polen, Bulgarien, hausiert ein Obdachloser, viele Immigranten aus der Türkei, ein Hippsterladen im Erdgeschoss bietet seine Ökowaren an, ein schwedisches Startup neben der Wohnung italienischer Künstler. Laut der Statistik wohnen in Neukölln, der ärmsten und damit auch der günstigsten Stadtviertel Berlins, mehr als 160 Nationen. Im Sommer, beim offenen Fenster, riecht es nach balkanischer, italienischer und russischer Küche. Vom Jazz bis balkanische Rhythmen hört man im Innenhof gespielt. Friedlich und liebevoll ist trotzdem alles nicht immer - eine oder andere Schlägerei und Streiterei passieren ja oft, ein Polizeieinsatz ist aber immer dabei und selten spitzt sich alles wirklich zu. In Tourigebieten kommt man mit Englisch öfters besser informiert, als mit dem Deutschen.
Ein eigenartiger Treffpunkt der kulturellen, sozialen und wirtschaftlichen Lebens der Welt stellt die deutsche Hauptsstadt dar. Die Natur Berlins ist auch nicht zu unterschätzen. Badeseen, Parks, gepflegte Wiesen, das alles gehört noch dazu.Man braucht keine Reiseberichte über Berlin lesen, die Stadt muss jeder für sich entdecken. Einfach mal von der Masse sich treiben lassen.
Aus Deutschland ist die Stadt gut mit dem Reisebus Flixbus und Bahn erreichbar, sonst gibt es auch Billigflüge aus ganz Europa nach Tegel und Schönefeld. Ich fahre lieber Bus, da diese letzter Zeit wirklich günstig geworden sind (von 9 bis 20 Euronen) kommt man schnell fast überall hin, wo man will, auch grenzübergreifend. Vom Tegel besteht keine direkte Ubahnverbindung nach der Innenstadt. Mit dem Bus erreicht man aber schneller den Alexanderplatz in der Mitte und man kann losgehen. Couchsurfing funktioniert gut, airbnb würde ich nicht empfehlen, weil das die Mieten künstlich sehr hochgetrieben hat, was für viele arme Familien zu seriösen Problemen führt. Hostels gibt es ja preiswert genug - ich habe meine immer vorher gebucht und war alles ok. Das Personal ist immer nett, Englisch spricht sowieso jeder.  Essen ist günstig - von Discountern, Currywurst- und Dönerbuden bis teuren Restaurants, mit leerem Magen bleibt wohl keiner in der Hauptstadt.
Viel Spaß!
Tipps: Mauerpak, Prenzlauerberg, die Mauer, Neukölln, Alexanderplatz, Berlinerdom, Kreuzberg, Friedrichshain